Wiener Werkbundsiedlung – Sanierung sämtlicher Metallteile an ca. 40 Wohnhäusern – 2011-2020

Adresse: Areal zwischen Jagdschlossgasse und Veitingergasse, 1130 Wien

„Die Internationale Werkbundsiedlung im 13. Wiener Gemeindebezirk wurde in den Jahren 1930–1932 errichtet und zählt zu den bedeutendsten baulichen Dokumenten der Moderne in Österreich. Initiator und künstlerischer Leiter war der Architekt Josef Frank, einer der wichtigsten Vertreter der sogenannten „Zweiten Wiener Moderne“ der Zwischenkriegszeit. Die vom Österreichischen Werkbund errichtete Siedlung umfasste insgesamt 70 kleine Einfamilienhäuser im Grünen, für deren Entwurf 33 ArchitektInnen verantwortlich zeichneten. [..] Die vollständig eingerichteten Musterhäuser waren zum Verkauf bestimmt und konnten im Rahmen der „Internationalen Werkbundausstellung Wien“ vom 5. Juni–7. August 1932 besichtigt werden.“
[Zitat, Quelle: https://www.werkbundsiedlung-wien.at/die-ausstellung-1932/planung-und-bau]

Sämtliche „Bauschlosser-Eisenarbeiten“ aller 70 Häuser wurden von der noch bestehenden Firma Novak, Nobilegasse 22, 1150 Wien durchgeführt. [Quelle: Neue Freie Presse, am 04.06. 1932, Seite 8]



Liste sämtlicher, restaurierter Metallteile in der Wiener Werkbundsiedlung, durchgeführt von der Firma Schmiedetechnik Steiner, 2011-2020

  • Einfahrtstore
  • Garagentore
  • Gartentüren
  • Geländer aus Rundstahl und Rohrgeländer
  • Kamintürchen außen und innen
  • Lüftungsgitter
  • Metallfenster in den Stiegenhäusern und Fassaden
  • Metall-Kellerfenster
  • Metall-Oberlichtfenster in den Badezimmern
  • Möbelschlösser
  • Terrassengeländer
  • Türbeschläge
  • Zäune
  • Zylinderrosetten
Häuser Hoffmann 9-11, Quelle: www.werkbundsiedlung-wien.at

Die Häuser Hoffmann 9-11, Straßenansicht

Quelle: https://www.werkbundsiedlung-wien.at
Copyright: Wien Museum

Die Ausgangssituation

Beispiel einer Sanierung von historischen Metallfenstern einer Glasfassade am Wohnhaus Veitingergasse 81, 1130 Wien, in der Wiener Werkbundsiedlung.

Die ursprüngliche Glasfassade wurde vom Architekten Josef Hoffmann als Einscheibenverglasung konzipiert. Im Zuge der letzten Sanierung in den 1980er Jahren wurde diese Fassade mit Isoliergläsern verglast. Das ergab ein anderes Erscheinungsbild der historischen Fassade.
Die Aufgabe der Firma Schmiedetechnik Steiner war es den Metallbestand dieser Fassade zu restaurieren und sie in den Originalzustand rückzubauen.
Die Arbeiten fanden 2015 statt.

Technische Sanierung der Glasfassade am Haus Hoffmann Nr. 9 – heute: Veitingergasse 81 – 2015

Die historische Fassade wurde in den Originalzustand rückgebaut. Bei der letzten Sanierung (1980er Jahre) wurden Isoliergläser eingebaut. Diese wurden wieder auf Einscheibengläser rückgebaut. Zur Wärmedämmung des Stiegenhauses wurde raumseitig eine neue Isolierglasebene in schraubbarer Ausführung eingebaut (Firma Karl Zeilinger, 9562 Himmelberg). Durch diese neue öffenbare Ebene werden zukünftige Wartungsmaßnahmen, wie das Reinigen der Fenster und das Nachölen des Leinölkittes erleichtert.

Die Fensterrahmen wurden nach dem Ausglasen abgebürstet, zweifach mit Bleiminium grundiert und nach dem Einglasen und Verkitten zwei Mal mit Leinölfarbe deckbeschichtet.