Detailansicht nach abgeschlossener Sanierung

SCHOTTENSTIFT – Gruftgitter des Grafen Starhemberg– Sanierung – 2019/20

Adresse: Schottenstift, Benediktinerabtei “Unserer Lieben Frau zu den Schotten”, Freyung 6, 1010 Wien

Das schmiedeeiserne Gruftgitter, das im Wiener Schottenstift den Sarkophag des Ernst Rüdiger Graf von Starhemberg (1638-1701) umzäunt, wurde vom Wiener Schlossermeister August Cepl (1858-1917) im Zuge der Neugestaltung der Gruft 1901 hergestellt. Das Grabmal des Stadtkommandanten und Feldmarschalls der Türkenkriege von 1683 wurde vermutlich von Joseph Emanuel Fischer von Erlach um 1725 errichtet.

[Quellen: online: geschichtewiki.wien.gv.at; Wappen: 1686 – austriaforum.org, starhemberg.com. Punzierung am Gitter;
Zeitschrift „Land der Berge“, Heft 5, 10/11 1993, Seiten 50 und 51.]

Bestand

Die Bleche waren im Bodenbereich stark von Lochfraß befallen.

An den Seitenteilen des Gitters fehlte die Vernietung. Das Gitter konnte nicht aus dem Stein gelöst werden; musste aufgeschnitten und auf der linken Seite umgebaut werden, damit es zukünftig leichter demontierbar ist. Die Seitenteile waren im Bestand in den Rahmen eingeschweißt vorgefunden und waren nicht eingezapft, wie historisch vorgesehen.

Die Zieraufsätze wiesen kaputte Schraubverbindungen und mit Wachs vollgefüllte, durchbrochene Kugelteile auf.

Wappen 1686 Starhemberg - Quelle: austriaforum.org

Wappen 1686, Starhemberg – Quelle: austriaforum.org

Technische Sanierung

Der linke Seitenteil ist in schraubbarer Ausführung umgesetzt worden, sodass eine eventuell zukünftige Sanierung des Sarges leichter durchführbar ist.
Die Gitter wurden vor Ort vermessen, demontiert und in der Werkstätte in Stockenboi technisch saniert und zum Teil umgebaut.
Die Oberflächen wurden von der Firma Schaller gestrahlt.
Die gesamte Befundung, sowie die neue Beschichtung der Oberfläche wurde von der Firma Arge Objektrestaurierung durchgeführt.
Der vordere Gitterteil musste bei der Demontage getrennt werden, um den Transport aus der Gruft zu gewährleisten.
Nach der fertigen Beschichtung wurden alle Teile in die Gruft transportiert, zusammengebaut und alle Bodenzapfen nach historischer Handwerkstechnik verbleit.